Insolvenzantrag: Legt die Hamburger Tel Aviv Air eine Bruchlandung hin?

FlugzeugFlugzeug über Hamburg im Landeanflug © Norbert Schmidt

Im August letzten Jahres hat die Hamburger Tel Aviv Air mit viel Optimismus seinen Flugbetrieb von Hamburg nach Tel Aviv angekündigt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass da ein gewisser unternehmerischer Wagemut dabei war. Der war vielleicht etwas zu groß. Der aktive Flugbetrieb wurde nur zwei Monate durchgehalten. So wurde vor ein paar Tagen wurde ein Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Hamburg gestellt. Der Rechtsanwalt Dr. Dietmar Penzlin von der Kanzlei SJPP (Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin) wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Flugbetrieb der Tel Aviv Air vorerst ausgesetzt

Aufgrund des gestellten Insolvenzantrages sind zunächst bis zum 21. Mai 2022 Flüge von der Fluggesellschaft ausgesetzt. Aktuelle Informationen finden Sie hierzu auf der Website der Fluggesellschaft.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch offen, ob es eine Investorenlösung geben wird. Ein Hinweis: Gläubiger können ihre Forderungen erst anmelden, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet ist.

Paul Scodellaro und Shlomo Almagor
Paul Scodellaro und Shlomo Almagor (vl), die Geschäftsführer von Tel Aviv Air (c) Tel Aviv Air

Der Hamburger Reisebüro-Unternehmer Shlomo Almagor und Paul Scodellaro (ehemaliger Verkaufschef der Fluggesellschaft Germania – Insolvenz 2019) haben die Fluggesellschaft im letzten Jahr gegründet. Scodellaro hatte für die Germania die Destination bei der Germania schon einmal erfolgreich gestartet. Beim Start gaben die Gründer an, dass sie einen Umsatz neun Millionen Euro kalkulieren. Über die Gründe, die zum Insolvenzantrag geführt haben, noch nichts bekannt.

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