Hamburg – Immer eine Reise wert

ElbpanoramaElbpanorama mit den Museumsschiffen Rickmer Rickmers und Cap San Diego im Hintergrund der Hanseatic Trade Tower in der HafenCity © ganz-hamburg.de

In Hamburg sagt man Moin und Tschüss

„Moin“ hallt es durch Straßen, Restaurants und Geschäfte – das verbale Äquivalent zu einem festen Händedruck und hat nichts mit der Tageszeit zu tun. Das bisweilen etwas rauere Wetter und Wasser soweit das Auge reicht prägen nicht nur das Stadtbild Hamburgs, sondern auch die Mentalität der Menschen. Direkt, herzlich, aber nicht überschwänglich offen, dafür aber ein bisschen ironisch. Im hohen Norden liegt die Freie und Hansestadt Hamburgs. Mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern ist sie nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Das besondere Flair, die eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten und das umfangreiche Kulturangebot sind ein wahrer Touristenmagnet und so konnte Hamburg im Jahre 2016 13,3 Millionen Übernachtungen verbuchen. Nicht umsonst gehört Hamburg zu einer der beliebtesten Städte Deutschlands.

Hamburg riecht nach Freiheit

Größter Hafen Deutschlands und der zweitgrößte Europas – rund 13.000 Seeschiffe aus der ganzen Welt laufen jährlich in den Hamburger Hafen ein. Den Beinamen „Tor zu Welt“ trägt Hamburg vollkommen zurecht.  Vom Kreuzfahrtterminal bis zum Containerhafen lässt sich die Freiheit förmlich spüren und weckt die Sehnsucht nach fernen Ländern. Menschen kommen an, reisen ab, Waren aus aller Welt werden gehandelt.

Contantainer Umschlag

Container Umschlag im Hamburger Hafen Foto: ganz-hamburg.de

Seit Sommer 2007 lässt sich ein ganz besonderes Kapitel der Geschichte des Hamburger Hafens  erleben. In der Auswandererwelt „Ballinstadt“ kann der Besucher auf den Spuren von den fünf Millionen Emigranten wandeln, die dort zwischen 1850 und 1939 ihre Reise in die „neue Welt“ begannen. Es können auch Nachforschungen über die eigenen Vorfahren angestellt werden. 

Eine Symbiose aus Geschichte und Moderne

Hamburg ist eine alte und geschichtsträchtige Stadt, aber zugleich auch eine moderne. Dies wird am besten deutlich in der HafenCity, die nicht nur architektonisches, sondern auch kulturelles Highlight Hamburgs darstellt. Die Speicherstadt, das Miniatur Wunderland und die kürzlich fertiggestellte Elbphilharmonie sind nur einige der Sehenswürdigkeiten.

Speicherstadt, Hamburg

Speicherstadt Hamburg © ganz-hamburg.de

Der Hamburger Hafen ist immer wieder der Motor für Entwicklungen in der Hansestadt. Der Schiffsverkehr gehört zu Hamburg wie der Hamburger Michel. Am 11. August 1866 wurde der Sandtorkai als damals modernster Hafen Deutschlands in Betrieb genommen und nun rund 150 Jahre später ist die HafenCity an seine Stelle getreten. Auch wenn die in 2003 in Betrieb genommene Baustelle als eine der größten Europas gilt und erst etwa die Hälfte der Bauarbeiten umgesetzt wurde, so laden doch schon jetzt außer den vielen Bürogebäuden, Wohnblöcken und Hotels, wie dem Hyperion Hotel Hamburg, auch zahlreiche Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Das moderne Flair, die Seeluft und die Mischung aus Altem und Neuem machen den besonderen Reiz der HafenCity aus. Das neue Centrum ist schon jetzt eindrucksvoll.

Mehr als Fischbrötchen

Die Nähe zum Wasser und der Einfluss des Hafens spiegeln sich auch in der kulinarischen Vielfalt Hamburgs wider. Besonders rund um den Hafen gibt es leckere Fischbrötchen mit Klassikern wie Matjes, Lachs, Bismarckhering oder Nordseekrabben. Ein kleiner Wermutstropfen: Der Krabbenpreis ist in den letzten Jahren förmlich explodiert, weswegen es keine Seltenheit ist, für ein Krabbenbrötchen bis zu 11,50 Euro zu bezahlen. Aber, aktuell sind die Krabbenpreise wieder am sinken, denn die Fänge sind gut.

Fischbrötchen

Fischbrötchen einfach lecker und ganz nordisch © ganz-hamburg.de

Labskaus muss man mögen

Labskaus ist das Seemannsgericht schlechthin und so etwas wie Hamburg in a nutshell. Für Landratten mag die Kombination aus zu Brei verarbeitetem Pökelfisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Rote Bete, der mit Spiegelei und Matjes serviert wird, etwas eigentümlich erscheinen. Einen Versuch, z.B. im VLET – Speicherstadt, Old Commercial Room – Englische Planke vis-á-vis des Michels oder Das Seepferdchen – Große Elbstraße, ist es jedoch allemal wert.

Franzbrötchen

Typisch Hamburg: Franzbrötchen | (c) Tina Peinhart

Das Franzbrötchen

Auch süßem Gebäck sind die Hamburger nicht abgeneigt. Franzbrötchen sind ihr Lieblingsgebäckstück. Klassisch ist die Version mit Zimt und Zucker, Neuerdings werden sie auch mit Schokolade oder Apfel neu interpretiert. Eines sind sie aber immer: Klebrig, süß, lecker und sehr probierenswert. Hervorragende Franzbrötchen gibt es in der Kleinen Konditorei in Eimsbüttel, bei Mutterland und DAT Backhus (in fast jedem Stadtteil).

Die Reeperbahn - Hamburg St. Pauli Foto: ganz-hamburg.de

Die Reeperbahn – Hamburg St. Pauli Foto: ganz-hamburg.de

Ausgeprägte Kneipenkultur

Sie ist die bekannteste Straße Hamburgs und gilt als die „sündigste Meile der Welt“. Die Rede ist ganz klar von der Reeperbahn. Mitten durch Hamburgs bekanntesten Stadtteil, St. Pauli, verläuft sie und schafft mit all den Sex Clubs, Hafenkneipen und Musikclubs eine einmalige Atmosphäre.  Rotlichtmilieu meets Tourimeile. Der Kiez gehört für die meisten Hamburg-Touristen zum Pflichtprogramm und so zieht es jährlich Millionen Besucher auf die Amüsiermeile.

Wer statt Freiern allerdings lieber auf moderne Freiberufler treffen möchte, sollte lieber auf das angesagte Schanzenviertel ausweichen, welches mit hippen Cafés, netten Restaurants und szenigen Clubs als Hipster-Hochburg ein junges und urbanes Flair versprüht. 

Auf Shoppingtour bei den Marktschreiern

Jeden Sonntag lockt der Hamburger Fischmarkt rund 70.000 Frühaufsteher an die Elbe. Dieser legendäre Markt ist gleichermaßen ein Muss für Einheimische sowie Touristen. Bereits seit 1703 wird hier alles Mögliche gehandelt. Topfpflanzen, Tüten voll Wurst, Körbe voller Obst – nicht nur Nützliches gibt es zu erstehen, auch vielerlei Skurriles. Mit Leidenschaft und lautem Organ brüllen die Verkäufer ihr Sortiment aus voller Kehle – und das zu einer unmenschlich frühen Uhrzeit. Hier wird auf Händlerseite um die Kunden und auf Kundenseite um die besten Preise gebuhlt. Auch wer nicht vorhat mit mehreren Kilo Ware nach Hause zu kommen, sollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Achtung: Schon um 09.30 Uhr schließt der Hamburger Fischmarkt!

Die Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie © ganz-hamburg.de

Unterhaltung zwischen Hochkultur und Popkultur

Erst vergangenes Jahr wurde die Elbphilharmonie als ein neues Wahrzeichen Hamburgs fertiggestellt und begeistert nicht nur Architekturfans, sondern vor allem Freunde der klassischen Musik. Renommierte Orchester haben in Hamburg eine lange Tradition und so besuchen Gäste aus aller Welt Hamburg, um den Klängen klassischer Musik zu lauschen. Der Klassik-Fan wird nicht umher kommen sich das einmalige Klangerlebnis in der Elbphilharmonie zu gönnen.

Auch für Musical-Fans hat Hamburg einiges zu bieten. Bereits seit 15 Jahren läuft das Musical „König der Löwen“ ohne Unterbrechung und begeistert kleine und große Musical-Gäste. In der Musical-Metropole werden aber auch weitere Kassenschlager wie „Disney’s Aladdin“ oder „Hinterm Horizont“ mit der Musik von Udo Lindenberg zum Besten gegeben.

Wem das alles zu schnöselig oder zu kitschig ist, kann aber auch problemlos in die alternative Musik-Szene eintauchen. In Live-Clubs wie Knust, Hafenklang, Übel & Gefährlich und Molotow treten regelmäßig Indie-, Rock- und Alternative-Bands aus Deutschland und der ganzen Welt auf. Absolute Newcomer und gefeierte Acts teilen sich hier die Bühne.