Helgolands Gastronomie soll attraktiver werden

Werft

Auf Helgoland geht die neue Kulinarik und Event GmbH geht in Kürze an den Start und will das kulinarische und gastliche Niveau auf der roten Insel verbessern

von Angelika Fischer
Die gastronomische Entwicklung Helgolands braucht neue Impulse. So lautet das Ergebnis einer Gästebefragung, die im vergangenen Sommer durchgeführt wurde. Diese hat speziell das Thema Gastronomie auf Helgoland untersucht. Zeitgemäßeres Ambiente, vielfältige und moderne Speisen sowie Standorte mit Meerblick – das sind die wichtigsten Wünsche der Gäste. Denn die vorhandenen Angebote befinden sich mit nur wenigen Ausnahmen nicht an Plätzen mit Aussicht auf die Düne und die Nordsee.

Bei den Planungen in den 1950er Jahren wurde auf andere Kriterien Wert gelegt als Aussicht. Hier ging es hauptsächlich darum, auch den in der zweiten und dritten Reihe ansässigen Betrieben eine wirtschaftliche Existenz zu ermöglichen.

Lars Johannson ist neuer Helgoland Tourismusdirektor

Der neue Helgoländer Tourismusdirektor Lars Johannson hat große Pläne für die Entwicklung Insel Foto: Angelika Fischer

Zu kleine Einheiten sind heute allerdings keine rentable Existenzgrundlage mehr“, so der neue Tourismusdirektor Lars Johannson. „Auch das ist ein Grund für die vielen Betriebsschließungen der vergangenen Jahre.“

Viele der befragten Gäste wünschen sich auch wieder ein Aussichtscafé an der Lange Anna. Bereits im 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg gab es dort das Café Hohenzollern bzw. das Café Nordspitze. „Leider wurde es beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren versäumt, diese Attraktion wieder mit zu errichten“, so Johannson. „Es wird eines unserer nächsten gastronomischen Projekte sein, die Planungen dafür voranzutreiben.“

Projekt auf Helgoland das Cafe Lange Anna

Diesen Blick auf das Meer könnten die Gäste vom Café Lange Anna aus genießen Foto: BIC Gastro

Damit die Wünsche der Gäste so zügig wie möglich realisiert werden können, wird in den nächsten Wochen auf der Insel die Helgoland Kulinarik und Event GmbH & Co. KG gegründet. Deren Ziel ist es, mit einer modernen und effizienten Produktion die vorhandenen kleinen Gastronomie-Einheiten rentabel zu betreiben. Ein weiteres Ziel ist es, neue Gastronomie-Angebote zu entwickeln, um die quantitativen Angebotsdefizite der Insel auszugleichen. Derzeit laufen umfangreiche Vorbereitungen: So sollen bereits für die Saison 2018 zwei neue Restaurants, ein mobiles Angebot für den Sundowner an der Westklippe sowie ein Beach-Club neu entstehen.

Seafood Mole

So wie dieses Restaurant im schottisches St. Andrews könnte auch ein Restaurant auf der Helgoländer Mole aussehen Foto: BIC Gastro

Saunen am Strand mit Hochseeblick

Ein weiteres Projekt, das realisiert wird, ist die Strandsauna. Vor zwei Jahren bereits hatte der Business Improvement Club Helgoland e.V. (BIC) die Finanzierung einer Strandsauna  am Nordstrand der Düne in Aussicht gestellt. Nun wird sie endlich Realität: Direkt am Nordstrand und im FKK-Bereich bietet die Sauna vielen Badegästen das einmalige Erlebnis, nach dem Saunagang zum Abkühlen direkt in die Fluten der Nordsee einzutauchen. Johannson: „Die Sauna wird damit Teil der touristischen Aufwertung der Badedüne.“ 

Neue moderne und attraktive Schiffe

Die Helgoland ansteuernden Reedereien haben kräftig investiert. Nach Helgoland fahren wird noch komfortabler und auch die Schiffe werden auch umweltfreundlicher.

Bei der FRS Helgoline heißt es bye bye Halunder Jet. Mit einem neuen noch größere, moderneren und komfortableren Katamaran wird nach 15 Jahren im Helgolandverkehr und über 1,2 Mio. Fahrgästen das Doppelrumpfboot abgelöst.

Bei der Reederei Cassens Eils liegt die MS „Fair Lady“ noch in der Mützelfeld-Werft in Cuxhaven. Wenn die Saison am 10. Mai 2018 startet, ist umfangreich in das Schiff investiert worden. Die Salons wurden renoviert und ganz neu gestaltet. 

 

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