Prädikat: sehr abwechselungsreich – Wandern im im Raurisertal

Bergblick in den AlpenKolm Saigurn mit hohem Sonnblick Foto: Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)

Wandern in den Bergen, das passt nicht nur, das wird auch immer beliebter. Wir empfehlen das Raurisertal als interessante Wander-Destination.

In dem 1.800 Quadratkilometer großen Nationalpark Hohe Tauern zählt das Raurisertal mit seinen fünf Seitentälern zu den ursprünglichsten und schönsten Alpentälern.

Auf den Wanderfreund warten in dem rund 30 Kilometer langen Tal insgesamt 295 km Wanderwege. Dreißig bewirtschaftete Almhütten, viele Berggasthöfe und Jausenstationen laden zur Einkehr sowie gemütlichen Rast ein. Denn Wandern und Touren gehen, gerade in der Bergluft, macht guten Appetit und einen anständigen Durst. Schlimm wäre es ja auch, wenn’s anders wäre, oder?

Wandergruppe mit Bergblick
Foto: Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)

Der Wanderbus im Raurisertal

Als treuer Begleiter empfiehlt sich der Wanderbus des Rauriser Tals. Der Bus pendelt von Mitte Mai bis Ende Juni und von Anfang September bis Mitte Oktober dreimal wöchentlich jeweils einmal vormittags und einmal nachmittags zu interessanten Zielen. Die Fahrt ist für Gäste mit Gästekarte kostenlos.

Jeden Montag fährt der Bus zur Karalm im Raurisertal. Hier wartet eine traumhafte Wanderung im Gaisbachtal. Oder, wer mehr vom Typ Berggenießer ist, der verbringt einen Tag im Liegestuhl, lässt das Almleben und –treiben auf sich wirken und genießt die Bergsonne samt der schönen Aussicht.

Tags drauf, am Dienstag, heißt das Ziel auf zur Berggolftour in Embach. Auf dem Panoramawanderweg wird von bäuerlichen Geräten wie einem alten Traktor oder Pferdeschlitten der Ball abgeschlagen.

Zum Brotbacken und Butterrühren auf die Rieser Aste in Taxenbach geht es am Donnerstag mit dem Wanderbus. Der Bus hält unterhalb der Alm, die man nach einer Stunde Gehzeit erreicht. Hier ist der Brotbackofen von den Wirtsleuten Lois und Rosemarie Hutter schon vorgeheizt worden und das Brotbacken geht los.

Wandergruppe mit Bergblick
Foto: Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)

Nicht „versäumen“: Mit dem Nationalpark Ranger durch den Urwald

Dem romantischen Seidlwinkltal, einst eine der Hauptrouten für den transalpinen Saumhandel, gebe ich das Prädikat: Nicht versäumen! Hier auf diesen schmalen Pfaden und Wegen wurden schon vor Jahrtausenden die Alpen mit Waren überquert und Fernhandel bis zum Mittelmeer betrieben. Das mehr als 500 Jahre alte Krimmelner Tauernhaus, in dem die Säumer Station machten, ist eines der vielen Zeugnisse aus dieser Zeit.

Auch in diesem Jahr führen Nationalpark Ranger einmal wöchentlich geführte Wanderungen über die alten Saumpfade durch.

Das Tauerngold

Goldig wird es im Hüttwinkltal. Hier wurde einst nach dem Tauerngold gesucht. So in Kolm Saigurn am Fuße des Hohen Sonnblicks. Fast ein ganzes jahrtausendlang wurde hier Gold abgebaut. Zusammen mit dem weißen Gold, dem Salz, war das Gold der Tauern eine Quelle des Reichtums und der Macht für die einflussreichen Salzburger Erzbischöfe.

Links und rechts vom Tauerngold-Rundwanderweg finden sich aufgegebene  verfallene Bergwerkseinrichtungen, Knappenhäuser und Ruinen. Aber keine Angst, eine Ghost Town wie im Wilden Westen ist nicht dabei.

Selbst heute noch ist Gold in den Bergen. Beim Goldwaschen am Goldwaschplatz im Talschluss Kolm Saigurn kann man auf die Suche nach Gold gehen und (kleine) Nuggets aus dem Wasser waschen. Ein ziemlicher Spaß!

Der Rauriser Urwald und andere Schaupfade

Im Rauriser Urwald, einem naturbelassen Bergsturzwald, prägen jahrhundertealte Sturzfichten und Zirben zusammen mit 80 dunklen Moortümpel und einzigartigen Pflanzen die Landschaft.Der sehenswerte Lehrpfad, der sich durch den Rauriser Urwald schlängelt, wurde 2014 als einer der besten 33 Lehrwege in Österreich ausgezeichnet. Nationalpark Ranger bieten im Juli und August wöchentlich geführte Wanderungen an. Wer sich in der Natur nicht so gut auskennt, wird überrascht sein, was es alles zu sehen und zu erleben gibt.

Hoch interessant ist auch der Gletscherschaupfad. Unterhalb des Goldbergkees am hohen Sonnblick findet sich in 2.350 Metern Höhe der Gletscherschaupfad. Hier überquert der Wanderer ein Gebiet, das einst von der Gletscherzunge des Goldberggletschers bedeckt war. Am Weg liegen auch einige Goldbergbau-Ruinen.

Wasserquelle
Foto: Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)

Der Wasserwanderweg m Seidlwinkltal stellt das Rauriser Quellwasser in den Mittelpunkt. Zwischendurch können sich die Wanderer an Wassertrögen erfrischen.

Durchs Gaisbachtal führen zwei Blumenlehrpfade führen zur Karalm und vom Schrieflingbauer zur Wastlalm. Auf den vielen Schautafeln „blüht“ den Interessierten die ganze Flora des Raurisertales.

Auf allen Themenwegen laden natürlich Hütten und Berggasthöfe zum Einkehren und „Verdauen“ des Gelernten.

Mehr Infos unter www.raurisertal.at

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