Das Hamburger Hotel Atlantic schlüpft bei Mariott unter

Kempinski Hotel Atlantic an der AußenalsterDas Hotel Atlantic in Hamburg Foto: Hotel

Für Brancheninsider ist es keine überraschend neue Nachricht. Das Hamburger Hotel Atlantic wird ab Januar 2021 zur individuellen Autograph Collection des Hotelkonzerns Marriott gehören. Damit erweitert die US-Hotelkette ihr Luxushotelportfolio in Deutschland. Das machte Marriott seiner ihrer Webseite bekannt. Allerdings, das Hotel Atlantic geht eine Partnerschaft mit der Autograph Collection ein und bleibt eigenständig. Übrigens war es das auch schon in der Kempinski-Zeit, auch dort lag das Management beim Eigentümer. Das gilt ebenfalls für die anderen Hotels von Broermann Health & Heritage,  demFalkenstein Grand und Villa Rothschild.

Dementsprechend ist das Haus an der Außenalster auch mit den sogenannten ‘Bonus Points’ buchbar und wird in das Marriott Luminous Programm aufgenommen. Zum Start ist das Hotel mit relativ wenig Bonus Points buchbar, dass macht eine Punkteeinlösung lukrativ.

Lobby des Hotel Atlantic nach der Umgestaltung
Hotel Atlantic, Hamburg, die umgestaltete Lobby (c) Hotel Atlantic / Patrick Piel
Foto: Patrick Piel/Schellenberg & Kirchberg PR

Das Hotel Atlantic ist in den letzten Jahren umfangreich und mit sehr viel Liebe zum Detail modernisiert worden und glänzt wieder.

Blick in die Die neue Hotel Atlantic Bar
Die neue Atlantic Bar im Hotel Atlantic (c) Patrick Piel / Hotel Atlantic

Hamburg ist ein interessanter Markt, hier ist der Mix zwischen Geschäftsreisenden und Einzelreisenden/Touristen sehr ausgeglichen. Die Zimmerauslastung war vor Corona traditionell hoch. Die Hansestadt ist ein guter Standort für Konferenzen, Meetings und Events.

Die gesamte Hotellerie steht vor einem Umbruch. Wann die Corona-Beschränkungen fallen, ist eher ungewiss. Auch die künftige Nachfrage und das Reiseverhalten sind schwer prognostizierbar.

Viele Unternehmen haben noch keine Entscheidungen über Geschäftsreisen, Meetings, Messeteilnahmen oder Konferenzen getroffen. Online-Meetings erfreuen zwar die Controller, doch ermöglichen sie nur eine eingeschränkte Kommunikation. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass One-to-One Meetings abnehmen werden.

Dazu kommt der starke Druck von Plattformen wie Airbnb oder Booking, die die klassische Hotellerie und Reiseveranstalter frontal angreifen. Einzelne Hotels können deren geballte Marktmacht kaum etwas entgegensetzen. Eine Kettenzugehörigkeit gibt da mehr Sicherheit. Allgemein müssen Hotels auch mehr Geld in die Digitalisierung investieren. Da ist es sinnvoll sich einer internationalen Kette anzuschließen, denn es wird Know How erschlossen und die Kosten lassen sich senken.

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