Kassel – ein Juwel der 50er-Jahre Architektur

Skulptur des HimmelsstürmersDer Himmelsstürmer Photo: buecherwurm on pixabay.com

Die Stadt Kassel verdankt ihre Bekanntheit in erster Linie der Weltkunstausstellung documenta, die alle fünf Jahre dort stattfindet. Das Stadtbild ist einerseits beeinflusst durch Landgrafen des 17. und 18. Jahrhunderts, andererseits durch die zahlreichen Gebäude der 50er-Jahre Architektur. Kassel hat sich nachdem die Altstadt im Zuge des Krieges zerstört wurde neu erfunden und tat dies mit Erfolg, dass eine Städtereise nach Kassel eine überaus schönne und besondere Erfahrung ist.

In Kassel gibt es auch viele außergewöhnlichen Unterkünfte, Vier- und Fünf-Sterne-Hotels bis hin zu eiinfachen und bodenständigen Hotels. Eine  geschmackvolle Unterkunft ist zum Beispiel das B&B Hotel Kassel.

Kassel Schloss Wilhelmshöhe mit See im Vordergrund im Frühling
Schloss Wilhemshöhe in Kassel Photo: JanneG on pixabay.com

Schloss Wilhelmshöhe

Mitten im Bergpark namens Wilhelmshöhe liegt die klassizistische Anlage. Der Landgraf Wilhelm IX. ließ sie in den Jahren von 1768 bis 1798 erbauen. Zuerst bestand der Bau aus drei getrennten Bereichen, später wurden diese miteinander verbunden.

Als das während des Krieges zerstörte Schloss in den 60-er Jahren wieder neu aufgebaut wurde, war Originaltreue nicht immer eine Frage. Eine Ausnahme stellt der im Original-zustand erhaltene Weißensteinflügel, der heute als Museum besichtigt werden kann.

Das Lustschloss Löwenburg in Kassel
Die Löwenburg Photo: buecherwurm on pixabay.com

Löwenburg

Die bekannte und gern besuchte Löwenburg, idyllisch im Bergpark Wilhelmshöhe im Bereich der Wolfsschlucht gelegen, stellt sich als wehrhafte mittelalterliche Ritterburg dar. Auch wenn sie gotisch ausschaut, das Lustschloss wurde 1793 erbaut. Im Burginnern beherbergt sie allerdings eine Reihe von herrschaftlich ausgestatteten Wohnräumen barocken Charakters, die den Fürsten und den umfangreichen Hofstaat beherbergen konnten.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert in Zeiten der umfangreihen gesellschaftlichen Umbrüche von Landgraf Wilhelm IX. gebaut, erinnert die Löwenburg mit ihrem Charakter einer Ruine nicht nur an Belagerungen und Abwehrkämpfe, sondern unternimmt auch den Versuch, mit ihrem ehrwürdigen Alter das Fürstengeschlecht und den Herrschaftsanspruch des Hauses Hessen-Kassel entsprechend zu legitimieren.

Auf den Auespielplatz gehen

Der Abenteuer- und Wasserspielplatz Fulda Aue ist einer der prächtigsten Anlagen in Kassel. Er liegt in der Fulda Aue und schon der Weg dorthin ist eine mehr als lohnendes Ausflugsgelegenheit in Kassel.

Während des Sommers ist der Spielplatz das Mekka für sämtliche Kinder und Junggebliebene, die gerne mit Wasser plantschen und experimentieren. Zahlreiche Wasserräder, Brunnen, Rohrleitungen, kleine Bächlein, die angestaut werden können bieten den Besuchern jede Menge Möglichkeiten, sich im kühlen Nass umzutun. Aber auch sonst gibt es dort alles, was das Kinderherz begehrt.

In der Aue kann es weitläufig werden und die Wege ziehen sich ganz schön in die Länge. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, die Kinder mit Fahrrad, Roller und Co auszustatten, damit sie mehr Strecke machen können.

Verkehr und mehr

Beim Stichwort Kassel fallen uns Hamburgern immer ganz spontan die ‘Kasseler Berge’ ein. Bei einer Fahrt von Hamburg in Richtung Süden ist es der erste Abschnitt der Autobahn A7 mit ein steilen Anstiegen und Gefällstrecken (bis zu 7%) und relativ engen Kurvenradien. Für uns Flachländer häufig eine Herausforderung. Mit dem Auto sind es knapp drei Autostunden bis in die nordhessische Metropole. Mit dem ICE geht es schneller, er braucht rund 2 Stunden und 15 Minuten vom Hauptbahnhof bis Kassel Wilhelmshöhe. Direkt in Kassel an der Fulda gibt es einen Wohnmobil- und Campingplatz mit 90 parzellierte Standplätzen in inkl. Stromanschluss (CEE, 16 A) und 40 Standplätzen u.a. für Zelte.

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