Urlaub und Leben in Hamburg: Wie kann man sich entspannen?

Hafenpanorama elbaufwärts Blick auf die Elphi mit Cap San Diego und Rickmer RickmersHamburger Hafenpanorama © Norbert Schmidt

Das Leben in der Hansestadt kann manchmal ziemlich anstrengend sein. Die Gegend zwischen Wedel im Westen, Wentorf im Osten, Meckelfeld im Süden und Jersbek im Norden ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen und Lebensarten. Entsprechend stellt sich die Frage: Wie lässt es sich in Hamburg entspannen?

Entspannung auf die eine …

Die einen machen es einfach – sie gehen in eine Shishabar oder bestellen über Doshisha die notwendigen Dinge. Wieder andere lassen sich von den unzähligen bekannten kulturellen Glanzlichtern der Hansestadt anziehen und verbringen dort ihre Zeit.

… oder andere Art.

Aber Hamburg ist ja weit mehr als nur „Tina“, „Wicked“, „Der König der Löwen“, „Die Eisprinzessin“ oder das ab Herbst in der Hansestadt gastierende Musical „Hamilton“, das sich mit Alexander Hamilton, einem der Gründervater der USA, sowie der erste Finanzminister selbiger beschäftigt.

Optionen

Logischerweise gilt: Wenn Hamburg ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen ist, trifft dies natürlich auch für die Art und Weise der möglichen Entspannung zu. Es gibt nicht nur die eine Option, die dann für jeden Bürger oder Besucher der Stadt die richtige Wahl wäre.

Für Kreative!

Wer innovativ und produktiv ist, kann in dieser Stadt beispielsweise einen Co-Working-Space buchen. Dort lässt sich dann, gemeinsam mit anderen, an eigenen Projekten arbeitenden Personen über die jeweiligen Themen reflektieren. Das ist eigentlich der ideale Arbeitsplatz für Menschen, denen die Arbeit im Home-Office zu sehr ohne soziale Kontakte daherkommt, die ihre Arbeitskollegen allerdings nicht jeden Tag sehen wollen.

Wenn man es eher händisch-fantasievoll mag, kann auch einen sogenannten „Hand-lettering“-Workshop besuchen, bei dem Buchstaben manuell designt, skizziert und entwickelt werden. Oder man gönnt sich den Gang in einen Floristik-Workshop, um das eigene Schöpferische durch die florale Sprache fließen zu lassen. Immerhin wissen wir – unter anderem durch Hanakotoba, die japanische Blumensprache – dass alles, was blüht, mit Symbolik aufgeladen sein kann. Somit lässt sich durch Kombination mit anderen Blüten ein entsprechender Kontext setzen.

Da nicht nur die japanische Kultur ihre Gefühle durch die Blume vermittelt, sollte man natürlich die Sitten und Gebräuche, sowie die Blumensprache, des jeweiligen Landes kennenlernen.

Für Feinschmeckende und solche, die es werden wollen.

Eine andere Art der Schöpferkraft ist natürlich das Kochen. Logischerweise gibt es hierfür – nicht nur in der Hansestadt – entsprechende Kochkurse, die den geneigten Hobby-Bocuse etwas weiter in die Welt des Werkelns in der Kochstube einführen und vorhandenes Vorwissen verfeinern können. Und wo wir beim Thema „gutes Essen“ sind – dies wird gerne einmal in Kombination mit vorheriger guter und ausreichender Bewegung genossen.

Sportliches Hamburg.

Entsprechende Möglichkeiten ergeben sich logischerweise auch in Hamburg. Natürlich ist eine Möglichkeit hierzu die Nutzung des guten, alten Drahtesels. Am Sport interessierte Hamburger besitzen natürlich ein eigenes Fahrrad und radeln die interessantesten Strecken, die sie inzwischen schon kennen. Wenn man aber lediglich als Tourist in der Stadt ist, muss man sich entsprechend aushelfen. Und da ist es natürlich ziemlich praktisch, dass es etliche Möglichkeiten gibt, sich Fahrräder auszuleihen.

Das Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen am Kai
Die Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen © Norbert Schmidt

Wer nicht strampeln will, sondern lieber hoch hinaus, dem sei es empfohlen, entweder zu bouldern, Freeclimbing zu betreiben oder einen Kletterwald zu besuchen. Besonders interessant: Es gibt mit der Cap San Diego an der Überseebrücke die Option, das Kletterwaldfeeling auf einem Schiff zu erleben – inklusive des Erklimmens von Schiffsmasten. Und während die Cap San Diego ein ziemlich modern-wirkendes Schiff ist, handelt es sich bei der Rickmer Rickmers um ein Frachtsegelschiff, das bereits im August des Jahres 1896 seinen Stapellauf erlebte und seit 1983 das als Museumsschiff seinen Dienst tut. Außerdem lässt sich auch hier in den Masten klettern, was echtes Piratenfeeling bescheren kann.

Oder wie wäre es mit Bungee-Jumping vom Hafenkran herunter?

Alternativ bestünde auch die Möglichkeit, in der Action-Arena, gelegen in Norderstedt, auf Entdeckungstour zu gehen. Optisch gemahnt das Innere an eine Unterwasserstation und auf dem Programm stehen Laser Tag, Airhockey, Schwarzlichtminigolf oder diverse Escape-Rooms. Und wo wir gerade bei Lasertag und Minigolf sind: Natürlich lässt sich in der Hansestadt auch Golfen, respektive ein zünftiges Paintball-Spiel veranstalten.

Sup Paddler auf der Alster in Hamburg früh am Morgen
SuP auf der Außenalster © Norbert Schmidt

Wem dies zu viel Aufregung ist, der kann natürlich in der schönen, grünen Natur relaxen. Das Wasser lässt sich via Schiff „Alstersonne“ – einem Solarschiff – oder per Kanu, beziehungsweise SUP (stand up paddeling) die Hamburger Gewässer kennenlernen.

Für den Fall, dass man lieber unter Wasser unterwegs ist, eignet sich die Schwimmhalle in Wilhelmsburg, genauer gesagt dem dortigen Inselpark. Jenes Gebäude wurde erst im Jahr 2013 eröffnet. Die nasse Entspannung suchen und finden kann man übrigens auch in den anderen Badeseen, Schwimmbädern oder Thermen, welche die Stadt für die Besucher und Anwohner bereithält. Noch entspannter wird es eigentlich nur noch beim Yoga.

Kultur

Aber nach all diesen Aktivitäten, die sich mehr oder weniger sportlich ereignet haben, steht dennoch auch der Griff zur Kultur an. Da ist natürlich die „Elphi“ genannte „Elbphilharmonie“, die nicht nur eines der neuen Wahrzeichen der Stadt ist und genau an der Elbe liegt, sondern natürlich auch ein Ort und Hort der Kultur und Begegnung mit ihr.

Hamburg: Die Elbphilharmonie
Die Elbphilharmonie mit Besucherterrasse © Norbert Schmidt

Hier wird nicht nur für Groß und Klein musiziert (siehe: Babykonzert), es gibt auch Lesungen, Jazzkonzerte werden abgehalten und natürlich können hier berühmte Künstler ihre legendären Solo-Auftritte hinlegen. Und nach oder vor dem Konzert besteht die Möglichkeit, sich kulinarisch entweder im Störtebeker-Restaurant, dem Plaza Café Deck & Deli oder einer Bierverkostung teilzunehmen.

Und obwohl die Elphi sicherlich einen kompletten Tagesbesuch wert sein dürfte, und man dann immer noch nicht alles gesehen hat, gibt es noch mehr zu entdecken. Natürlich, die Musicals, die schon angesprochen wurden, etwa „Harry Potter und das verwunschene Kind“, ziehen Zuschauer in ihren Bann. Aber wie wäre es mit einem Besuch in der Hamburger Staatsoper, dem deutschen Schauspielhaus, dem Thalia Theater? Dann gibt es natürlich noch diese eine theatertechnische Institution. Von selbiger hat man besonders dann gehört, wenn man den Hamburger Dialekt mag und Theaterstücke wie „Tratsch im Treppenhaus“ noch kennt. Die Rede ist natürlich vom berühmten Ohnsorg-Theater, das so großartige Schauspieler*innen wie Heidi Kabel oder Uwe Friedrichsen in der gesamten Bundesrepublik bekannt gemacht hat.

Las Vegas bei Nacht im Modell
Las Vegas bei Nacht im Miniatur Wunderland (c) Miniatur Wunderland

Was ist das Miniatur-Wunderland? Ja, wer weiß denn sowas?

Natürlich darf man auch die andere, gerade für Eisenbahn- und Modellbaufans interessante, Institution der Hansestadt nicht vergessen. Das Miniatur-Wunderland, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, dessen Gründung auch schon 22 Jahre her ist und dessen Öffnung sich am 16. August dieses Jahres zum einundzwanzigsten Mal jähren wird.  Und nachdem man sich Schweden, den Flughafen und die Hauptstadt Knuffingen,  Amerika und alles andere, das auf den 1545 Quadratmetern Fläche ausgestellt wurde, angesehen hat, könnte man natürlich entweder zurück ins Hotel oder sich andere Museen ansehen – oder man hat sich vorher eine Eintrittskarte gekauft und fährt nun zum Studio Hamburg, um bei der Aufzeichnung der Quizshow „Wer weiß denn sowas?“ mit dabei zu sein. Dieser Trip käme mit einem kleinen, finanziellen Vorteil daher.

Bevor die Show beginnt, muss man sich entscheiden, hinter welchem Teamkapitän man sitzen möchte – Elton oder Bernhard Hoëcker. Und wenn das Team gewonnen hat, wird man an der Gewinnausschüttung beteiligt – es kommt halt darauf an, wie viele Fragen im Vorfeld korrekt beantwortet wurden und wie viele Mitspieler hinter dem richtigen Ratefuchs gesessen haben.

Und natürlich gibt es jederzeit die Alternative, die Hansestadt in Eigenregie zu erkunden und sich (wortwörtlich zu nehmen) selbst ein – oder mehrere – Bilder der Stadt zu machen.

Fazit

Wie man Hamburg erlebt, ist für jeden anders. Der eine genießt die Natur und sucht die grünen Lungen der Stadt auf, der andere sucht die Kultur, der nächste verlebt wilde Abende auf St. Pauli oder der Schanze und wieder ein anderer kombiniert dies alles. Wieder andere gehen in die Shishabar und genießen die Zeit mit der jeweiligen Subkultur der Hansestadt.

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