Leere Stühle – Helgoländer Wirtschaft protestiert auf der Landungsbrücke

100 leere Stühle auf der Landunsbrücke in Helgoland als Zeichen des ProtestesMit der Aktion „Leere Stühle“ haben die Helgoländer Betriebe am 1. Mai auf ihre dramatische Situation hingewiesen (c) Brigitte Rauch

Hundert leere Stühle symbolisieren die fatalen Folgen des Corona Lockdowns für die Helgoländer Inselwirtschaft.

von Angelika Fischer
Dort, wo sonst jetzt täglich einige tausend Touristen anlanden, um den roten Felsen zu entdecken, standen am 1. Mai mehr als 100 leere Stühle. Mit ihnen haben die Betreiber der Hotels und Gaststätten, die seit Mitte März geschlossen sind, auf ihre dramatische Lage hingewiesen. Auf Helgoland wurde die bundesweite Aktion „Leere Stühle“ vom Wirtschaftsforum Helgoland e.V organisiert.

Rund 80 Prozent der Helgoländer Betriebe sind direkt vom Tourismus abhängig. Zu ihnen gehören neben den Beherbergungsbetrieben auch die vielen Läden mit zoll- und mehrwertsteuerfreien Waren, die auch nach der jetzigen Öffnung leer bleiben, weil seit sechs Wochen kein Gast mehr vom Festland die Insel betreten darf. Leer bleiben auch die 2.800 Gästebetten, von denen sonst gerade jetzt im Frühjahr sehr viele belegt wären.

Statt täglich mehrere Schiffe, steuert zur Zeit nur ein Schiff zwei Mal in der Woche die Insel an. Durch die rund 60 Kilometer vom Festland entfernte Lage ist  hier vieles anders. So sind allgemeingültige Regelungen für die Lockerung der Corona-Beschränkungen in der Realität oft schwer zu berücksichtigen. Deshalb hat das Wirtschaftsforum Helgoland e.V. in enger Abstimmung mit dem Helgoland Tourismus Service ein gut umsetzbares Eckpunktepapier für die Helgoländer Wirtschaft zum schrittweisen Neustart des Tourismus auf der Insel erarbeitet. Mit dem Papier, das an alle tourismuspolitischen Entscheidungsträger gerichtet ist, leistet die Insel einen konstruktiven Beitrag zu einer maßvollen Öffnung Helgolands für Urlauber.

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