Wintervergnügen ohne Grenzen im Kleinwalsertal

Schnee-EngelSchnee-Engel © Kleinwalsertal Tourismus eGen

Grenzüberschreitende Zweiländer-Skiregion Kleinwalsertal-Oberstdorf – so soll Wintervergnügen in den Alpen sein.

von Angelika Fischer
Das Kleinwalsertal ist ein Hochgebirgstal am Nordrand der Alpen. Aufgrund seiner besonderen geographischen Lage genießt es einen Sonderstatus: Es gehört zur Region Vorarlberg und somit zu Österreich, ist aber nur von Bayern, das heißt von Deutschland aus zugänglich. Das Hochtal ist nämlich auf allen drei Vorarlberger Seiten von den Allgäuer Alpen umgeben und damit das einzige Tal Österreichs, das ausschließlich aus dem Ausland erreichbar ist. Von Oberstdorf kommend, erreicht man das Kleinwalsertal mit seinen drei Ortschaften Riezlern, Hirschegg und Mittelberg mit Baad.

Grenzenlose Wintersportmöglichkeiten und Wintervergnügen

Grenzüberschreitend ist auch das Angebot der Zweiländer-Skiregion Kleinwalsertal-Oberstdorf: Insgesamt 128 Pistenkilometer mit 27 Liften und Bahnen eröffnen mit nur einem Skipass „unbegrenzte Möglichkeiten“ im wahrsten Sinne des Wortes. Egal, ob skifahrende Familien, sportliche Schwarzpisten-Freaks oder Tiefschnee-Fans – hier kommt jeder auf seine Kosten. Für Schneesicherheit sorgt die Nordwest-Staulage, die bereits im Frühwinter Garant für gute Schneeverhältnisse ist. „Im Schnitt fallen bei uns im Kleinwalsertal etwa neun Meter Schnee pro Saison“, sagt Elmar Müller, Chef der Kleinwalsertal Tourismus eGen. „Deshalb haben im Tal an der Breitach auch alle Wintersportarten abseits der Pisten einen ‚weißen Boden‘: Rund 42 Kilometer Langlaufloipen durchziehen das Kleinwalsertal. Hinzu kommen etwa 50 Kilometer präparierte Winterwanderwege, Schneeschuh-Trails und Tourenberge.“

Individuell abgestimmtes Vitalprogramm

Wie Elmar Müller weiter erläutert, wurde mit dem so genannten „Walser Omgang“ ein Vitalprogramm ins Leben gerufen, das auf die individuelle Lebenssituation jedes einzelnen Gastes abgestimmt wird. „Das Bewegungs- und Vitalprogramm dient einer Verbesserung der Lebensqualität, Gesundheit und Leistung“, so Müller. „Im Winter sorgen drei Loipen für die individuell richtigen Impulse zwischen Regeneration, Balance und Aktivierung.“

Außerdem animiert das Kursprogramm „Winter-Erlebnisse on Top“ zu Wintersportarten, die hinein führen in die Seitentäler, beispielsweise in die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas oder auf diverse ausgezeichnete Tourenberge der Allgäuer Alpen. „Wöchentlich gibt es Kurse für Einsteiger“, so Müller. „Montags für Skitourengeher, dienstags für Schneeschuhwanderer und mittwochs für Tiefschnee-Skifahrer. Und wer auf kulinarische Entdeckungstour gehen will, schließt sich donnerstags der Schneeschuh-Tour durch die Genussregion an. Freitags dann geht es auf die regenerative Tour für den Aufbau von Kondition.“ Für konditionsstarke und erfahrene Schneeschuhwanderer bieten sich Touren durch das Schwarzwassertal oder der Rundwanderweg über den Gottesacker in 2000 Metern Höhe an.

Ausgezeichnete regionale Küche mit Hauben und Sternen

Das Kleinwalsertal zeichnet sich darüber hinaus als „Genussregion“ aus, spezialisiert auf Wild und Rind. „Unsere Bauern haben sich auf die Fleischproduktion spezialisiert, weil auf den Kleinwalsertaler Bergweiden nährstoffreiche Gräser und Kräuter gedeihen, die als Futterpflanzen äußerst günstige Auswirkungen auf die Fleischqualität haben“, erklärt Elmar Müller. „Unsere heimische Gastronomie setzt voll und ganz auf die Verwendung regionaler Lebensmittel der Saison, auf eine enge Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Landwirten und Jägern sowie auf typische Gerichte der ursprünglichen Kleinwalsertaler Küche.“ Zu dem Verbund der Kleinwalsertaler „Genuss-Wirte“ zählen insgesamt 13 gastronomische Betriebe, hinzu kommen im Sommer sechs „Genuss-Hütten“.

Ausgezeichnete Küche hat im Kleinwalsertal Tradition: Bereits 1978 erkochte Küchenchef Ortwin Adam für das Ifenhotel den ersten Michelinstern in Österreich. Heute kommen auf die rund 5.000 Einwohner im Kleinwalsertal zu dem einen Michelinstern zusätzlich neun Gault-Millau-Hauben und zwei Grüne Hauben. „Eine ähnliche kulinarische Dichte ist kaum sonstwo in Österreich anzutreffen“, resümiert Elmar Müller. „Und schon gar nicht in einer so ländlichen Region wie unserem Kleinwalsertal.“

Die Anreise von Hamburg ins Kleinwalsertal

Von Hamburg ins Zillertal geht es natürlich mit dem Auto über die A7 via Kempten im Allggäu, mit dem Zug sind es rund 9,5 Stunden Fahrzeit. Wer mehr Zeit hat und zu Budgetpreisen reisen möchte, nimmt den Fernbus ab ZOB-Hamburg. Mit dem Flugzeug geht via München oder Innsbruck ins Kleinwalsertal.

Mehr Information unter www.kleinwalsertal.com

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